Schottland
Schottland umfasst das nördliche Drittel der Insel Großbritannien und hat 5.094.800 Einwohner. Die Fläche beträgt 78.772 km². Es grenzt im Süden auf 96 km an England. Es teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands, die Central Lowland und Southern Upland.
Schottland westlich vorgelagert ist die Inselgruppe der Hebriden, die deutlich getrennt sind in die Gruppen der Inneren Hebriden und der Äußeren Hebriden. Nördlich von Schottland liegen die Inselgruppen derOrkney Inseln und deutlich weiter entfernt die Shetland Inseln. Die größte Stadt ist Glasgow mit 629.501 Einwohnern.
Die Hauptstadt von Schottland ist Edinburgh mit 430.082 Einwohnern. Heute gilt Edinburgh als eine der schönsten und touristisch attraktivsten Städte Europas. Die Sehenswürdigkeit ist natürlich Edinburgh Castle. Seit 1996 befindet sich im Schloss der sagenumwobene Stone of Scone, auf dem seit dem Mittelalter zunächst die schottischen, später die englischen Könige gekrönt wurden und der sich seit 1296 unter dem Krönungsthron in Westminster befunden hatte.

Der Dudelsack, der Kilt und der Whisky sind die bekanntesten Merkmale der schottischen Kultur. Der Dudelsack stammt aus Kleinasien, hat aber für Schottlands Kultur besondere Bedeutung erlangt und wird mit ihr assoziiert. Der Kilt als Männerrock war schon in der Frühzeit bekannt. Ob er in seiner schottischen Form auch hier entwickelt wurde, ist umstritten. Als eine der ersten verwendeten die Kelten den Kilt. Die Kelten waren auch in Österreich beheimatet und wanderten erst später in Richtung Irland und Schottland weiter. So könnte man sagen das die ursprüngliche österreichische Tracht der Kilt ist.

Die Erfindung des Whiskys reklamieren die Iren für sich, jedoch liegt der tatsächliche Ursprung im Dunkeln. Die Qualität schottischen Whiskys genießt Weltruf. Näheres erfahren Sie unter Menüpunkt „Whisky“.
Kulinarisch zählen Shordbread (Butter-, Spritzgebäck), Haggis und Kidney pie zur traditionellen schottischen Küche.

Eine weitere Besonderheit stellt das Clansystem, vor allem in den Highlands, dar. Das englische Wort Clan stammt aus dem gälischen clann und heißt übersetzt „Kinder”, „Abkömmlinge”, „Stamm” oder „Familie”. Clan bezeichnete ursprünglich eine Gruppe von Familien, die eine eng umrissene geographische Einheit bewohnten (z. B. einen Glen = Tal oder eine Insel) und die sich auf einen gemeinsamen genealogischen Ursprung beriefen. Sie alle erkannten den Clan-chief als ihren Herrn und Richter an. Im Gegenzug war der Chief verpflichtet, die Interessen seiner Gefolgsleute auch mit der Waffe zu verteidigen. Generell sind die Clans mit dem Hochland und den Inseln verbunden und nur zu einem geringeren Teil in den Randgebieten. Im Zentralbereich Schottlands und im größten Teil des Flachlandes sind solche Verwandtschaftsgruppen schon sehr früh durch das Feudalsystem verdrängt worden.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Clans wurde vor allem durch die Unabhängigkeitskriege erzeugt. Die 21 Clans, die sich damals um Robert the Bruce auf dem Schlachtfeld von Bannochburn versammelten, hatten ein gemeinsames Ziel: die Freiheit des schottischen Volkes von jeglicher Fremdherrschaft.
Einem Clan anzugehören, hieß nicht nur, in ein soziales Netz eingebunden zu sein, sondern beinhaltete auch die Pflicht zum Kriegsdienst für den Herrn. Heute wacht der Lord Lyon King of Arms über die Rechte der Clan-chiefs, der Clans und Familien.
Politisch ist Schottland trotz der Verbundenheit zu England mit einer eigenen Regierung ausgestattet. Der Ruf nach home rule, einer eigenständigen Regierung, wurde in Schottland immer lauter. Die britische Regierung setzte daraufhin 1928 einen Staatssekretär für Schottland mit dem Rang eines Kabinettmitgliedes ein.
Im September 1997 stimmten in einer Volksabstimmung 80 % der Wahlberechtigten für den Autonomiestatus Schottlands, aufgrund dessen am 6.Mai 1999 nach 300 Jahren wieder ein Parlament für Schottland gewählt wurde. Der Sitz des Parlament ist Edinburgh.
by Mac Allan
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