Reisen der

Whisky Warriors

 

 

11.09.2008 - 14.09.2008:

Edinburgh

 

Nach tagelanger Vorbereitung war es nun endlich so weit. Wir trafen uns um 9.00 Uhr zur gemeinsamen Anreise zum Münchner Flughafen. Die Verbindung München - Edinburgh mit Easyjet ist wie geschaffen für uns.

 

Kurz einchecken und ab durch die Passkontrolle in den Duty Free Bereich. Aber halt!    Einer der Mitreisenden hatte gerade noch einen Notpass organisiert. Offensichtlich wurde er erst einen Tag vor Abflug informiert, dass er nach Schottland fliegt. Dürfte wohl nicht wirklich in den Vorbereitungsarbeiten involviert gewesen sein. Gerade noch mal Glück gehabt.

Aber irgendwie schien dass noch nicht alles gewesen zu sein. Unser Vizepräsident sah schon sehr jung aus, auf seinem Passfoto. Das lag wohl daran, dass der Pass schon über 10 Jahre alt war und daher abgelaufen war! Ein Schock für uns. Bereits nach 3 Std. gemeinsamer Reise mussten wir einen zurücklassen.

Der Rest (7 Mann) dürfte den Flieger besteigen und landete um 14.30 Uhr (Ortszeit) in Edinburgh.

 

Donnerstag 11.09.08

Nach Beziehen der Zimmer im Premier Inn  machten wir uns mit einem riesigen Hunger auf die Suche nach einem Pub. Dabei machten wir gleich mal einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt.

 

Danach ließen wir die aufregende Anreise und die ersten Eindrücke bei einigen Bieren sowie Whiskies revue passieren. Warum nur glaubt jeder, dass es nach dem ersten Abend in einer fremden Stadt nichts mehr zu trinken gibt?

 

Freitag 12.09.08

Nach einer kurzen Nacht und einem Frühstück machten wir uns mit öffentlichen Bussen auf zur ersten Brennerei. Wir besuchten Glenkinchie . Leider hält der Bus ca. 2 Meilen oder 3,2km von der Brennerei entfernt, sodass wir den ersten Whisky Warriors Wandertag ins Leben riefen

 

 

 

Die Führung in der Brennerei, und speziell die anschließende Verkostung, entschädigte uns aber alle mal für die beschwerliche Anreise. Die Brennerei ermöglichte uns eine eigene Führung durch die gesamte Anlage. Der krönende Abschluss der Führung war die hauseigene Verkostungsbar. Bill unser Besuchsführer bekam gleich einen ersten Eindruck über unser Fachwissen. Schwer beeindruckt von unserem Wissen und unserer „Trinkstärke“ dürften wir bis zu 4 Drams pro Nase verkosten. Der Rückweg kam uns daher eher wie 1km vor, da er sehr lustig war.

 

Zurück in Edinburgh wollten wir nur mehr etwas essen. Auch unser verlorener „Vize“ war nachgereist und fand den Weg ins Pub. Dort braucht man auch keinen Pass (keine Pass Witze bitte!).

Das schottische Bier war dann den Meisten von uns genug, und so stiegen wir wieder auf Whisky um.

 

 

Samstag 13.09.08

Bereits um 8:00 Uhr in der Früh mussten wir am Abfahrtsstand unseres gebuchten Ausfluges zu 3 Brennereien in die unteren Highlands sein.

 

Für Manchen war das natürlich mitten in der Nacht. Leider teilte uns die Dame vom Veranstalter eine falsche Abfahrtszeit mit, sodass wir um eine Stunde zu früh dort waren. Also gleich rein in den Fast Food Schuppen und zweites Frühstück einwerfen. Mac Ardbeg konnte auf den sehr bequemen Stühlen noch eine Stunde Schlaf nachholen.

 

Unser erster Stopp führte und zu Glenturret Brennerei. Der bekannte Blend Famous Grouse wird dort hauptsächlich hergestellt. Die Führung durch die Brennerei sowie die Begeisterung des Mitarbeiters war eher bescheiden und ist nicht empfehlenswert. Da leider auch das angeschlossene Restaurant geschlossen war mussten wir uns anderweitig verköstigen. Was war das überhaupt??

 

 

Weiter ging’s dann zur Aberfeldy Brennerei. Dort wurden wir mit einem Besuch des Warehouse (Fasslagerhallen) überrascht. Der nette Guide öffnete uns ein Fass Aberfeldy 25yo Whisky. Natürlich dürften wir den Whisky direkt aus dem Fass („straight from the cask“) verkosten. Wirklich ein Highlight unseres Trips. Die multimedia Führung im Haupthaus inkl. der anschließenden Verkostung des Dewer´s Blend war ganz nett.

Die letzte Station unseres Ausfluges war dann Edradour. Das ist die kleinste Brennerei in Schottland. Die Brennerei ist vergleichbar mit einem kleinen Bauernhof in Österreich. Die gesamte Anlage findet in einer größeren Garage (Stadl) Platz und produziert mit 3 Mitarbeitern in einem Monat die Tagesmenge einer Standartbrennerei. Die obligatorische Whiskyverkostung durfte auch nicht fehlen, wenngleich der 10yo eher Standart ist. Interessanter sind da schon die etlichen „finished“ Whiskies. Wir hoffen alle auf eine Kistensau bei Mac Lochnagar, damit wir in den Genuss einer solchen Abfüllung kommen. Danach führen wir mit dem Bus nach Edinburgh zurück.

 

Der Tag war natürlich noch lange nicht zu Ende. Die einen vertrieben sich die Zeit in der Bar des Whiskymuseums. Die Anderen mussten wieder mal etwas Schlaf nachholen. Am Abend versammelte sich aber dann doch die Mehrzahl im Pub. Edinburgh dürfte bei den Engländern in Sachen Polterabende hoch im Kurs stehen. Alleine wir trafen im Laufe des Abends mindesten 7 Poltergesellschaften.

 

Um unsere Englischkenntnisse aufzufrischen bzw. zu vertiefen war es sinnvoll mit den noch Singlfrauen ins Gespräch zu kommen.  Die Stunden vergingen, uns so kamen wir völlig unschuldig wieder viel zu spät ins Bett.

 

Sonntag 14.09.08

Damit wir unserem Vereinszwecke Genüge getan haben, besuchten wir am Sonntag Vormittag Edinburgh Castle .

  

Aber bereits nach 1 ½ Std. lockte das unmittelbar danebengelegene Whiskymuseum mit seiner tollen Bar. Nun hatten auch die anderen Gelegenheit die Bar zu sehen und den einen oder anderen Dram zu verkosten.

Danach frischten wir unseren Whiskyvorrat um nahe gelegenen Royal Mile Whisky Shop auf. Dort sind die besten Abfüllungen und viele in Festlandeuropa schwer erhältliche Flaschen zu bekommen.

Voll bepackt zurück zum Hotel und den selben Weg zurück zum Flughafen. Um 21.15 Uhr landeten wir in München und machten uns müde, aber mit vielen neuen Eindrücken zurück nach Hause.

 

Leider hatten nur zwei Mitreisende am nächsten Montag Urlaub um sich von den „Urlaubsstrapazen“ zu erholen. Die anderen trafen etwas müde am Montag in ihren Firmen ein, waren aber um eine großartige Erfahrung reicher.

Sicher werden wir auch im nächsten Jahr eine Vereinreise organisieren und vielleicht bringt uns der Trip auch auf die Insel „Islay“.

 

Mac Allan

 

 

Mac Allan´s Schottland Reisetipps:

Reisezeit:  Da in Schottland die Jahreszeiten weit weniger ausgeprägt sind als in Österreich, kann man ganzjährig reisen. Die niederschlagärmsten Monate sind August/September. Extratipp: Ende August findet in Edinburgh das Military Tattoo statt.

Flug:  Easyjet bietet sehr günstige Flüge täglich direkt von München nach Edinburgh.

Schlafen: Schottische Hotels sind nicht ganz mit unseren zu vergleichen. Am Besten wohnt man in         Hotelketten. Ein günstiger Anbieter ist Premier Inn. Die Hotels sind meist zentral gelegen, damit man viel zu Fuß erreichen kann.

Geld:  An fast allen Geldautomaten kann man Pfund mit der österr. Bankkarte                                   abheben. Natürlich ist die Bezahlung mit Kreditkarte überall gängig.

Must see: Edinburgh Castle, Royal Mile, Military Tattoo, Whiskybrennerei, Highland Games, schottisches Hochland

Pubs:  In Edinburgh befindet sich eine Vielzahl an interessanten Bars. Hier einige Highlights: 

The Standing Order (altes Bankgebäude, sehr günstig)

The Bow Bar (riesige Auswahl an Single Malt)

 The Last Drop (sehr uriges Pub im mittelalterlichen Style)

 Black Bull (Pub mit Sportfernsehen)

 Whiskymuseums Bar (Bar im Keller des Whiskymuseum)

 

Essen: Um gepflegt Essen zu gehen reicht meistens die Reisekasse nicht. Daher  empfiehlt es sich, im Pub zu essen (hauptsächlich Burger und Steaks). Eine Alternative sind die Fish and Chips Läden. Für zwischendurch eignet sich ein Sandwich sehr gut.

 

PS.: Das Wichtigste zum Schluss: Scotty war natürlich auch voll dabei !

 

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